Bis zum 31. Juli ist die Ausstellung von Fotos der „Kinder vom Lager Föhrenwald“ im Rathaus Berg noch zu sehen. Am 9.7. um 16:30 und am 15.7. um 10:30 wird Hannelore Greiner aus Icking, die die Ausstellung mit aufgebaut hat, interessierten Zuhörern „Geschichten hinter den Bildern“ erzählen.  Die auf den alten Aufnahmen zu sehende Kinder sind heute z.T. bekannte Persönlichkeiten. Sie haben ihre Kindheit, oft ohne Eltern, als „Displaced Persons“ im Lager Föhrenwald verbracht. 1939 als nationalsozialistische Siedlung für Arbeiter der nahen Munitionsfabriken bei Wolfratshausen erbaut, wurde auf dem Gelände nach dem Zweiten Weltkrieg das größe Lager für jüdische Displaced Persons in Deutschland errichtet. Heimatlose und traumatisierte Juden  warteten hier auf die Ausreise nach Israel oder in ein anderes Land, um dort ein neues Leben zu beginnen. Kaum jemand wollte in Deutschland bleiben. In dem von der UNO und von amerikanisch-jüdischen Organisationen unterhaltene Lager wohnten zeitweise bis zu 6000 Menschen. 1955 kaufte das kath. Siedlungswerk  die Liegenschaft. Zwei Jahre später wurde das DP-Lager geschlossen. Nun zogen kinderreiche, katholische Heimatvertreibene ein.  Föhrenwald wurde in Waldram umbenannt und ist bis heute ein Ortsteil von Wolfratshausen.

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