Heute vor einem Jahr ist Erika Laurent gestorben. Wir denken an sie und an ihre Verdienste für unseren Ortsverein und für die Gemeinde Berg. Lange bevor es in Berg eine Partei für Umwelt gab, hat Erika Laurent als Gemeinderätin und Umweltreferentin (1984-2002) mit der Berger SPD und der Handzettel-Serie „Roter Punkt“ die Notwendigkeit des Umwelt- und Ressourcenschutzes in die Öffentlichkeit gebracht und die Berger Bevölkerung mit vielen Aktionen zum Müllvermeiden, zum Artenschutz, zum sparsamen Umgang mit Energie, zur umweltfreundlichen Mobilität oder zum zurückhaltenden Flächenverbrauch informiert und zum Umdenken aufgefordert.
In der von ihr gegründeten „Umweltgruppe Berg“ engagierten sich v.a. Frauen. Ein großer Erfolg wurde beispielsweise das Geschirrmobil. Um Einweg- und Plastikgeschirr zu vermeiden, konnte man für größere Feste Porzellangeschirr ausleihen. Alle diese Themen haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Liebe Erika, wir als Berger SPD machen in deinem Sinne weiter!

Der „Rote Punkt“ errreichte auch bundesweit Aufmerksamkeit. So erhielt die Berger SPD im Rahmen des bundesweit ausgeschriebenen Dröscher-Preises 1984 den 2. Preis als „aktiver Ortsverein“, und Willy Brandt, damals Parteivorsitzender, überreichte Erika Laurent die Urkunde persönlich (noch mit auf dem Bild rechts von Erika: Sigi Danninger und Karl und Maria Brunnhuber).

Nach langen Gesprächen und Beratungen wurde klar: Die Berger SPD fährt gut damit, wenn sie Rupert Steigenberger (Bildmitte) unterstützt (links flankiert vom amtierenden Bürgermeister Rupert Monn und dem SPD-Chef Bernhard v. Rosenbladt, rechts die Vorsitzenden von EUW und BG, Buchberger und Reiser).

Bernhard v. Rosenbladt:
„Ich freue mich, dass dieses Dreier-Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen zusammengefunden hat. Bei der Bürgermeisterwahl geht es nicht um Parteipolitik, sondern um das Wohl der Gemeinde.“
Was zählt, sind Erfahrung, Sachverstand und soziale Kompetenz. Das alles spricht für Rupert Steigenberger. Er ist ein erfahrenes Mitglied des Berger Gemeinderats (seit 1996 für die BG). Als Architekt in einer Münchner Baubehörde tätig, besitzt er den nötigen Sachverstand, um wichtige Berger Projekte wie das Rathaus oder das Wohnzentrum Osterfeld weiter zu bringen. Er kann gut zuhören, erklärt geduldig und verständlich auch komplexe Zusammenhänge, ist offen für neue Ideen und steht für eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. Die SPD wünscht sich eine bürgerfreundliche, effektive und moderne Gemeindeverwaltung. Rupert Steigenberger trauen wir zu, das Berger Rathaus in diesem Sinne zu führen. Deshalb ist er als Konservativer auch unser Kandidat und wir freuen uns auf einen engagierten Wahlkampf!

Die Gemeinde braucht ein neues Rathaus – da sind sich alle Gemeinderäte/innen einig und die meisten Bürger/innen auch. Doch wie soll es aussehen? Wie baut man im Zeichen des Klimawandels und endlicher Ressourcen? An die 60 Berger/innen, darunter viele Architekten und Baufachleute, ebenso BM Monn und GF Fiedler interessierten sich für die Ausführungen unseres Gastes Prof. Hermann Kaufmann (TUM), vielfach ausgezeichnet und im Landkreis bereits bestens bekannt. So baute er das Gymnasium in Diedorf, das sich die Kreisräte als Anregung für das neue Gymnasium Herrsching anschauten und brachte den Wörthseern seine Vorstellungen über den Geschosswohnungsbau näher.

Er entwickelte neue ästhetische Konzepte und erforschte, welchen Beitrag der biogene Baustoff Holz zur Ressourcenoptimierung des Bauwesens sowie zur Herstellung von gesunden Lebensumgebungen mit hohen architektonischen und baukulturellen Qualitäten liefern kann.
Aufgewachsen in einer Zimmererfamilie in Vorarlberg, kam er schon früh mit dem Baustoff Holz in Kontakt. Als CO2-neutraler Baustoff, so Prof. Kaufmann, sei Holz absolut konkurrenzlos. Wenn dann noch bei den Werkstoffen, wie Fugenmasse oder Farben und Verleimungen auf schadstoffarme Varianten geachtet werde, entsteht ein klimaneutraler Holzbau, geplant für 80-100 Jahre, in dem sich die Menschen wohlfühlen und der beim Rückbau ebenso klimaneutral bleiben wird.
Ein weiterer Vorteil ist die kurze Bauzeit. Wie beim Fertighausbau werden die einzelnen Module vorgefertigt und dann auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt.
Prof. Kaufmann verwendet für seine Gebäude, von denen er uns einige interessante Exemplare zeigte (darunter auch Rathäuser), überwiegend Hölzer aus der Region Vorarlberg, z. B. Weißtanne und Esche.
Beim Thema Brandschutz gelten für Holzbauten die gleichen Standards wie für konventionelle Bauten.

Die Zuhörer/innen waren begeistert und forderten vom Bürgermeister vor Ort noch ein klares Bekenntnis für einen klimafreundlichen Holzbau ein. Der ließ sich jedoch noch nicht festlegen, schloss aber auch nichts aus.

Karten an der Abendkasse ab 18:00 oder unter 08151-95 35 41. Beginn 20:00

Unser langjähriges Mitglied Johano Strasser, Mitglied der SPD-Grundwertekommission, Impulsgeber und visionärer Vordenker der SPD, wurde vor 80 Jahren – und wie es sich für einen Sozialdemokraten gehört- am 1. Mai geboren. Die Berger SPD gratuliert herzlich mit einer kleinen Feier am 8. 5 . und lässt den Jubilar dabei ausführlich zu Wort kommen. Wie kann Klimaschutz sozial und ökologisch gestaltet werden? Das Thema treibt Johano Strasser um. Klimaschutz und Sozialpolitik gehören zusammen. Wie das umgesetzt werden wird, ist am Beispiel des Kohleausstieges zu sehen. Den einen geht es nicht schnell genug, die anderen fürchten um ihre Existenz.
Wir sind gespannt auf seinen Beitrag am 8.5. um 20:00 bei Müller’s in Farchach

Unter diesem Motto laden die Jusos aus dem Landkreis Starnberg, Sie und Euch, am 26.03.2019 in den Tutzinger Keller am Schönmoosweg 5 in Tutzing zur Diskussion mit jungen Europapolitikern ein. Auf dem Podium werden vier junge Politiker für Fragen und spannende Diskussionen zur Verfügung stehen: die Listenkandidaten für die Europawahl Korbinian Rüger (SPD) und Benedikt Flexeder (CSU) sowie Florian Siekmann von den Grünen und die Vorsitzende der Junge Liberale, JuLis Oberbayern, Victoria Beyzer (FDP).  Diese Veranstaltung möchte Gelegenheit zum Austausch zwischen dem Publikum und den Politikern bieten. Die Moderation übernimmt der wissenschaftliche Mitarbeiter im Europaparlament Aljoscha Voggenreiter. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Einlass ab 18:30 Uhr.
Bei Fragen und Anregungen zur Veranstaltung, bitte bei Nico Wunderle melden (nico.wunderle@jusos-starnberg.de).

Acht Mitglieder des Gemeinderates (EUW, SPD, Grüne, BG, CSU) darunter der 1. und der 2. Bürgermeister, hörten sich die überaus interessante Darstellung über Wohngenossenschaften im ländlichen Raum an. Das Interesse war auch unter den Bergern sehr groß, die Veranstaltung zog in einen größeren Raum um. Mit einem einmaligen Beitrag von 1500 € und einer Wohnraumeinlage von mindstens 5000 € erwirbt man ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Die Mieten bewegen sich zwischen 3,60 und 8,90 €/qm, je nach Lage und Beschaffenheit der Wohnung. Ändern sich die Lebensverhältnisse, wächst die Familie oder verkleinert sie sich, z.B. wenn erwachsene Kinder ausziehen, so kann eine größere, bzw. kleinere Wohnung angemietet werden. Für Besucher der Mitglieder steht ein Gästeappartement zur Verfügung. Das Miteinander der Bewohner wird in einem Modell der Selbstverwaltung untereinander organisiert, jeder kann sich einbringen, muss aber nicht. In der Regel identifizieren sich die Bewohner mit ihrer Wohnanlage, sie sind ja quasi die Eigentümer. Vandalismus und Nachlässigkeiten im Gebäude sind selten.
Beim Auszug bekommt man die Wohneinlage wieder zurück, im Todesfall kann sie vererbt werden. Bürgermeister Monn war begeistert, auch von den alternativen Wohnformen und der Selbstverwaltung der Mitglieder. Ob sich diese Art des Wohnens auch in der Gemeinde Berg verwirklichen lässt? Noch ist nichts entschieden. In Wörthsee ist man schon weiter. Dort plant die Gemeinde etwa 60 Wohnungen im Genossenschaftsmodell.

Eine finanzierbare Wohnung oder gar ein Haus zu finden wird für Familien mit durchschnittlichem Einkommen zunehmend schwieriger. So müssen Einheimische oft ihren hochpreisigen Heimatort am Starnberger Sees verlassen und leisten sich in weiter entfernteren Gemeinden eine Wohnung oder ihr Häuschen im Grünen. Viele Gemeinden – auch die Gemeinde Berg – hat versucht, diesen Familien mit dem Konzept „Einheimischen-Modell“ in ihrer Heimatgemeinde das Bauen zu ermöglichen. Doch ist es noch vertretbar, wenig Wohnraum auf viel Fläche anzubieten? Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten, im Ort attraktive Wohnmöglichkeiten zu schaffen? Im 19. Jahrhundert brauchten die Menschen in den rasch wachsenden Städten bezahlbare Wohnungen – nicht anders als heute. Damals entstand das Konzept der Wohnungsbaugenossenschaften, das derzeit in vielen Städten und Gemeinden eine Wiederbelebung erfährt. Wir konnten für unsere Veranstaltung mit Martin Orkslar von der MARO-Genossenschaft einen Fachmann gewinnen, der mit genossenschaftlichem Bauen – gerade auch im ländlichen Raum – viel Erfahrung hat.

Der engagierte und streitbare Biologe, Dr. Helmuth Klein wird am kommende Mittwoch in Farchach, bei „Müller’s Auf der Lüften“ Jägerberg 20, über das Artensterben in Bayern und über die Notwendigkeit des Volksbegehrens berichten. Wenn es gelingt, das Naturschutzgesetz durch den Bürgerwillen zu verändern, werden wir längerfristig mehr Biotopverbünde, mehr Bio-Landwirtschaft, mehr Blühwiesen, mehr Transparenz und Aufklärung über unsere Lebensgrundlagen erhalten. alle Infos: https://volksbegehren-artenvielfalt.de

Mehr blühende Wiesen-mehr Nahrung für Insekten


Im Zeitraum vom 31.1. bis zum 13.2.2019 haben die Bürger/innen in Bayern die Gelegeheit, mit ihrer Unterschrift in den Rathäusern das Volksbegehren zu unterstützen. Sollte das Volksbegehren erfolgreich sein, wird das Naturschutzgesetz ergänzt, um mehr Biodiversität, mehr Bio-Landbau, mehr Artenschutz und weniger Pestizideinsatz zu erreichen. Alle weiteren Informationen, den Gesetzestext und die Öffnungszeiten des Berger Rathauses hier:
https://kurzlink.de/rathaus-berg

Breite Unterstützung im Landkreis für das Volksbegehren