Acht Mitglieder des Gemeinderates (EUW, SPD, Grüne, BG, CSU) darunter der 1. und der 2. Bürgermeister, hörten sich die überaus interessante Darstellung über Wohngenossenschaften im ländlichen Raum an. Das Interesse war auch unter den Bergern sehr groß, die Veranstaltung zog in einen größeren Raum um. Mit einem einmaligen Beitrag von 1500 € und einer Wohnraumeinlage von mindstens 5000 € erwirbt man ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Die Mieten bewegen sich zwischen 3,60 und 8,90 €/qm, je nach Lage und Beschaffenheit der Wohnung. Ändern sich die Lebensverhältnisse, wächst die Familie oder verkleinert sie sich, z.B. wenn erwachsene Kinder ausziehen, so kann eine größere, bzw. kleinere Wohnung angemietet werden. Für Besucher der Mitglieder steht ein Gästeappartement zur Verfügung. Das Miteinander der Bewohner wird in einem Modell der Selbstverwaltung untereinander organisiert, jeder kann sich einbringen, muss aber nicht. In der Regel identifizieren sich die Bewohner mit ihrer Wohnanlage, sie sind ja quasi die Eigentümer. Vandalismus und Nachlässigkeiten im Gebäude sind selten.
Beim Auszug bekommt man die Wohneinlage wieder zurück, im Todesfall kann sie vererbt werden. Bürgermeister Monn war begeistert, auch von den alternativen Wohnformen und der Selbstverwaltung der Mitglieder. Ob sich diese Art des Wohnens auch in der Gemeinde Berg verwirklichen lässt? Noch ist nichts entschieden. In Wörthsee ist man schon weiter. Dort plant die Gemeinde etwa 60 Wohnungen im Genossenschaftsmodell.

Eine finanzierbare Wohnung oder gar ein Haus zu finden wird für Familien mit durchschnittlichem Einkommen zunehmend schwieriger. So müssen Einheimische oft ihren hochpreisigen Heimatort am Starnberger Sees verlassen und leisten sich in weiter entfernteren Gemeinden eine Wohnung oder ihr Häuschen im Grünen. Viele Gemeinden – auch die Gemeinde Berg – hat versucht, diesen Familien mit dem Konzept „Einheimischen-Modell“ in ihrer Heimatgemeinde das Bauen zu ermöglichen. Doch ist es noch vertretbar, wenig Wohnraum auf viel Fläche anzubieten? Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten, im Ort attraktive Wohnmöglichkeiten zu schaffen? Im 19. Jahrhundert brauchten die Menschen in den rasch wachsenden Städten bezahlbare Wohnungen – nicht anders als heute. Damals entstand das Konzept der Wohnungsbaugenossenschaften, das derzeit in vielen Städten und Gemeinden eine Wiederbelebung erfährt. Wir konnten für unsere Veranstaltung mit Martin Orkslar von der MARO-Genossenschaft einen Fachmann gewinnen, der mit genossenschaftlichem Bauen – gerade auch im ländlichen Raum – viel Erfahrung hat.

Der engagierte und streitbare Biologe, Dr. Helmuth Klein wird am kommende Mittwoch in Farchach, bei „Müller’s Auf der Lüften“ Jägerberg 20, über das Artensterben in Bayern und über die Notwendigkeit des Volksbegehrens berichten. Wenn es gelingt, das Naturschutzgesetz durch den Bürgerwillen zu verändern, werden wir längerfristig mehr Biotopverbünde, mehr Bio-Landwirtschaft, mehr Blühwiesen, mehr Transparenz und Aufklärung über unsere Lebensgrundlagen erhalten. alle Infos: https://volksbegehren-artenvielfalt.de

Mehr blühende Wiesen-mehr Nahrung für Insekten


Im Zeitraum vom 31.1. bis zum 13.2.2019 haben die Bürger/innen in Bayern die Gelegeheit, mit ihrer Unterschrift in den Rathäusern das Volksbegehren zu unterstützen. Sollte das Volksbegehren erfolgreich sein, wird das Naturschutzgesetz ergänzt, um mehr Biodiversität, mehr Bio-Landbau, mehr Artenschutz und weniger Pestizideinsatz zu erreichen. Alle weiteren Informationen, den Gesetzestext und die Öffnungszeiten des Berger Rathauses hier:
https://kurzlink.de/rathaus-berg

Breite Unterstützung im Landkreis für das Volksbegehren

Franziska Schreiber, Jahrgang 1990, Aussteigerin aus der AfD und Autorin des Spiegelbestsellers „Inside AfD“, erklärt das Innenleben dieser Partei und beschreibt deren Methode der Aktivierung.

Freitag, 18. Januar 2019 um 19:30 im Gasthaus „Flößerei“ in Wolfratshausen, Sebastianisteig 1


Leider musste der Neujahrsempfang ausfallen. Weder die Hauptrednerin Gesine Schwan noch die zahlreich angemeldeten Gäste konnten am 10. Januar wegen der Schneemassen nach Gilching kommen.

Frau Prof. Dr. Gesine Schwan ist Politikwissenschaftlerin und Präsidentin sowie Mitgründerin der 2014 gegründeten Humboldt-Viadrina Governance Plattform Berlin. Im Jahr 1971 trat sie in die SPD ein. Seit 2014 steht sie der Grundwertekommission der SPD vor. In den Jahren 2004 und 2009 hat sie
für das Amt der Bundespräsidentin kandidiert. Weitere Informationen zum Lebenslauf von Gesine Schwan finden Sie unter: http://www.gesine-schwan.de/zur-person/lebenslauf/.

Angesichts der Europawahl, die am 26.5.2019 stattfinden wird, spricht Frau Prof. Dr. Gesine Schwan zum Thema „Wie soll es weitergehen in der EU?“. Angesichts der großen Herausforderungen für die europäischen Union und im Bewusstsein der großen unterschiedlichen Zielvorstellungen der Mitgliedsstaaten muss darüber gesprochen werden, welchen Weg die EU in Zukunft gehen muss.

Der SPD Ortsverein Gilching lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu dieser Veranstaltung ein und freut sich, sie mit einem Glas Sekt begrüßen zu dürfen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Birgit Regler Trio.

Datum: Donnerstag, 10.01.2019
Uhrzeit: 18:30 Uhr (Einlass ab 17:45 Uhr)
Ort: Gaststätte Geisenbrunn, Tonwerkstraße 3, 82205 Gilching
Der Eintritt ist frei!

Auf Initiative der Berger SPD diskutierten  Kevin Kühnert und Johano Strasser –  ein alter (geb. 1939) und ein junger (geb. 1989) Sozialdemokrat  im vollbesetzten Saal der Schlossberghalle über die  Zukunft in einer globalisierten Welt. Weiterlesen

50 Jahre hat es es schon in und mit der SPD ausgehalten. Oft leidend und bangend- aber immer kämpfend. Der OV-Vorsitzende Bernhard v. Rosenbladt überreicht Urkunde und Anstecknadel.

Heuer ist Johano Strasser, der in Berg wohnt, 50 Jahre SPD-Mitglied. Die Berger SPD und der Kreiserband Starnberg ehren ihn mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung, zu der sie einen der bekanntesten Vertreter der jungen Generation der Sozialdemokraten eingeladen haben.

Das Wahlergebnis in Bayern hat mit aller Härte deutlich gemacht: die Sozialdemokratie muss sich in Deutschland, aber auch in ganz Europa, grundsätzliche Gedanken über ihre Positio­nierung und ihre Antworten auf die Herausforderungen gesellschaftlicher Veränderungen machen.

Johano Strasser,(Jahrgang 1939), Berg, Autor und politischer Publizist, ehem. PEN-Präsident, war einer der führenden Köpfe der Nach-68er-Zeit und ist seit vielen Jahren Mitglied der Grundwerte-Kommission der SPD.

Kevin Kühnert, (Jahrgang 1989),  Berlin, Vorsitzender der Jusos und einer breiten Öffentlichkeit insbesondere in der Diskussion um die Neu-Auflage der Großen Koalition bekannt geworden. Weiterlesen