In der Gemeinde Berg leben an die 225 EU- Bürger. Einer davon ist François Jallerat aus Frankreich, mit dem Juso Peer Breier und Alt-2. Bürgermeister Karl Brunnhuber folgendes Gespräch führen:

Peer:          François, wie kam es, dass du als Franzose nach Berg gezogen bist?

François:    Eigentlich wollte ich nie weg aus Frankreich. Über eine Freundin bin ich dann eher zufällig hierher gekommen und habe hier meine Landschaftsgärtnerei aufgebaut. Die Grenzen sind ja offen und durch die Verträge der EU ist für mich alles einfacher gewesen. Da stand mir hier kein komplizierter Papierkram im Weg.

Karl:            Die Verbindung von Frankreich und Deutschland ist gewiss ein Herzstück der EU. Früher, in den 60ern, gab es viele Ressentiments, die noch aus dem Krieg her rührten. Das hat sich sehr gewandelt.

François:    Seit ich hier lebe, hat sich mein Bild von den Deutschen auch komplett gewandelt. Ich meine, die Gemeinschaft in der EU wird nicht von alleine weiterbestehen. Wir müssen selbst offen sein und alte Grenzen überwinden.

Karl:            Wir stehen hier in Aufkirchen am „Kriegerdenkmal“, wie es bei uns genannt wird. Es erinnert an die Toten der Kriege – an die „gefallenen Helden“ heißt es in der Inschrift. In Frankreich habe ich solche Denkmäler gesehen, die zu Friedens­denkmälern umgewandelt wurden.

François:    Ja, das sind die „monuments aux morts“, die zu „monuments de la paix“ werden.

Karl:            Sollten wir diesen Anstoß nicht aufnehmen? Vielleicht ist die Zeit reif für eine solche Diskussion. Die Frage ist, wie unser „Kriegerdenkmal“ und der zentrale Platz in Aufkirchen, auf dem es steht, in neuer Weise gestaltet werden könnten.

 

 

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