Auf Initiative der Berger SPD diskutierten  Kevin Kühnert und Johano Strasser –  ein alter (geb. 1939) und ein junger (geb. 1989) Sozialdemokrat  im vollbesetzten Saal der Schlossberghalle über die  Zukunft in einer globalisierten Welt. Wir müssen von einem quantitativen Wachstum zu einem qualitativen Wachsrum kommen, darüber sind sich die beiden einig. Nicht mehr Güter produzieren und verbrauchen, das befeuert den Klimawandel nur noch mehr, sondern Wachstum im Sinne von  mehr Solidarität, mehr Dienste an der Allgemeinheit, bessere Gesundheitsversorgung, bessere Bildung, mehr Lehrer/innen, mehr Chancengerechtigkeit. Die Lösung der sozialen  Frage ist eng mit der ökologischen verknüpft.  Die Vernachlässigung des Klimaschutzes, die Vermüllung der Meere, der Kollaps auf unseren Straßen, trifft benachteiligte Menschen immer härter. Die grüne Frage ist längst eine rote geworden. Deshalb muss die SPD Lösungen anbieten für gerechtere Lebensbedingungen national aber auch auf europäischer Ebene, ohne unsere Existenzgrundlage- nämlich eine intakte Natur- aus dem Auge zu verlierend. Die Diskussion um einen für die Menschen erträglichen Strukturwandel in den Braunkohlegebieten zeigt, dass die Lösung nicht einfach sein wird.
Dazu kommt eine rasante Veränderung der Arbeitswelt, Stichpunkte sind Digitalisierung, Robotik oder Künstliche Intelligenz. Die Arbeitswelt, die unsere Kinder vorfinden werden und sie bestenfalls mitgestalten können, wird sich grundlegend von der der heutigen Arbeitsgeneration unterscheiden. Viele Arbeitsplätze werden Maschinen ausfüllen, aber wir werden mehr Menschen brauchen, die im sozialen und Pflegebereich beschäftigt sind.

Wie kann die SPD wieder Profil gewinnen? Soll sie die GroKo in Berlin verlassen? Die Antwort auf letzte Frage an diesem Abend blieben Johano und Kevin nicht schuldig: Nach der Wahl in Hessen sollte eine Entscheidung getroffen werden.

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