Es ist immer wieder notwendig, sich der Wendepunkte zu erinnern, gerade heute, wo die Welt in Unordnung zu geraten scheint.
Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr mit einer Kundgebung an der Gedenktafel für die Opfer
der nationalsozialistischen Verbrechen in Starnberg.
Neben Landrat Stefan Frey spricht Dr. Norbert Göttler als Gastredner. Der Publizist,
Wissenschaftsjournalist und Mitglied des PEN Deutschland setzt sich seit Langem mit dem
Erstarken des Faschismus im wiedervereinigten Deutschland auseinander.
Schülerinnen und Schüler teilen ihre Gedanken und Perspektiven mit den Menschen auf dem
Kirchplatz.
Im Anschluss an das Gedenken lädt die Stadt Starnberg zu einem kleinen Empfang im Foyer der
Schlossberghalle ein.
Um 18:30 Uhr präsentiert die Theatergruppe des Ernst-Mach-Gymnasiums aus Haar in der kleinen
Schlossberghalle das eindrucksvolle Theaterstück „Stimmen“. Es widmet sich den Schicksalen der
Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen..
Der 9. November wird oft als Schicksalstag der Deutschen bezeichnet: 1918 rief Philipp Scheidemann (SPD), der spätere Kanzler von Weimar, die erste Republik auf deutschem Boden aus und beendete damit die Monarchie. 1923 putschte Hitler in München, landete im Gefängnis und kam 10 Jahre später an die Macht. 1938, bewusst an diesem Datum, ließen die Nationalsozialisten in ganz Deutschland jüdische Einrichtungen in Flammen aufgehen, ein Jahr später 1939, entkam Hitler knapp einem Anschlag im Münchner Bürgerbräukeller, den der mutige Georg Elser mit dem Tod in Dachau bezahlte. Und schließlich 1989: Der Fall der Berliner Mauer und in Folge die Wiedervereinigung von Ost und West.

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